Bundestagswahl, Part II: Die Forderungen nach Gleichberechtigung und Chancengleichheit im Parteien-Check

15.09.2021 – Als Verbündete der Berliner Erklärung haben auch wir uns die Frage gestellt: Inwiefern berücksichtigen die etablierten Parteien die Forderungen des Bündnisses zu Chancengleichheit und Gleichstellung in ihren Programmen?

Als einer von 21 Initiatoren fasst der FidAR Frauen in die Aufsichtsräte e.V. die Standpunkte der Parteien zur Gleichstellung von Männern und Frauen zusammen. In aller Kürze:
 
💡 Im Wahlprogramm von CDU Deutschlands/CSU werden Frauen insbesondere im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwähnt.


💡 Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) setzt sich für eine Ausweitung der Aufsichtsratsquote mit entsprechenden Sanktionen ein. Auch Equal Pay, geschlechtergerechte Haushaltssteuerung und weitere umfassende gleichstellungspolitische Forderungen sind Teil des Programms.


💡 Die AfD lehnt Quoten ab und betrachtet die Frauenquote als Diskriminierung. Gleichstellung wird als Gleichmacherei verstanden.


💡 Die FDP Freie Demokraten will Vielfalt und Diversität durch eine (freiwillige) Selbstverpflichtung und durch Diversity-Management statt durch eine Quotenregelung erreichen.


💡 Die Partei DIE LINKE fordert eine Frauenquote von 50 Prozent in allen Führungspositionen aller Bereiche, Entgelttransparenz und gleiche Bezahlung sowie Gender-Budgeting.


💡 Im Programm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden konkrete Quotenforderungen von 50 Prozent in den Bereichen Privatwirtschaft, Medien, Medizin, Wissenschaft u.v.m. aufgeführt.

 

Die ausführliche Analyse der Wahlprogramme auf 30 Seiten und geclustert nach Schwerpunkten finden Sie hier beim FidAR 👉🏻 https://lnkd.in/d5GiTgSi

 

Die Briefwahl ist eröffnet: Let´s vote! ❎❎❎